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Kapitän Kimmich stellt wegen der WM 2026 eine heftige Forderung.

Der Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft, Joshua Kimisch, hat eine deutliche Forderung an die Öffentlichkeit gerichtet. Er wunscht sich einen positiven Patriotismus fur Deutschland und die Nationalmannschaft. Kimisch betonte, dass der Sport eine große Chance fur den gesellschaftlichen Zusammenhalt bieten könne, insbesondere in der aktuell politisch und gesellschaftlich unruhigen Lage in Deutschland.

Kimisch erinnerte an die Heim-Weltmeisterschaft 2006, die er selbst als Elfjähriger erlebte. Er beschrieb die Euphorie, die damals geherrscht habe, als sich Menschen mit fremden Leuten in den Armen gelegen hätten und gemeinsam gefeiert worden sei. Diese Stimmung sei heute kaum noch zu beschreiben. Der 31-jährige Nationalspieler, der zuletzt als Rechtsverteidiger in der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann spielte, hob hervor, dass die WM 2006 Deutschland extrem geholfen und verändert habe.

In diesem Zusammenhang beklagte Kimisch, dass es aufgrund der deutschen Vergangenheit oft nicht möglich sei, einen solchen Patriotismus zu zeigen. Er verwies auf aktuelle Beobachtungen, wonach kaum noch Fahrzeuge mit Deutschlandflaggen geschmuckt seien. Im Gegensatz zu fruheren Turnieren, bei denen Tausende Fahrzeuge mit Fähnchen und Flaggen unterwegs gewesen seien, habe er in diesem Jahr keinen einzigen Wagen mit einer Deutschlandflagge gesehen. Diese Entwicklung bezeichnete er als traurig.

Der Kapitän berichtete zudem von einem Vorfall, bei dem einem älteren Mann die Scheibe seines Autos eingeschlagen worden sei. Der Mann vermutete, dass dies aufgrund einer angebrachten Deutschlandflagge geschehen sei. Kimisch zeigte sich besorgt uber diese Entwicklung und stellte fest, dass es nicht mehr normal sei, wenn man mit dem Zeigen der Nationalflagge mit negativen Konsequenzen rechnen musse. Auch das neue Logo des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ohne die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold kritisierte er.

Die deutsche Nationalmannschaft startet am Sonntag in die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Das erste Gruppenspiel bestreitet die Mannschaft gegen das Inselland Curaçao. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr. Erst vor wenigen Tagen hatte Bundeskanzler Olaf Scholz der Mannschaft per Videoanruf Gluck und Erfolg gewunscht. Kimisch äußerte die Hoffnung, dass ein Sieg gegen Curaçao den Grundstein fur ein erfolgreiches Turnier legen könne.

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